Verirrte Welt

Mit lieblosen Zombies

ein Strandgras im Gegenlicht

Ich war immer sehr sensibel, aber seit meiner Erleuchtung hat sich meine Empfindsamkeit extremst intensiviert – ich fühle mich nicht dünnhäutig, sondern so, als hätte ich überhaupt keine Haut. Ich höre die Flöhe nicht bloß husten, ich höre sie atmen. Und damit ich mich erst gar nicht verstellen muss, will ich gleich ehrlich sein: Diese unvorstellbare Empfindlichkeit macht es mir sehr schwer, hier auf der Erde zu bleiben. So schwer, dass ich genau aus diesem Grund diesen Blog gestartet habe – ich könnte nicht gehen, ohne vorher mein kostbares Wissen geteilt zu haben.

 

Meine hohe Sensibilität führt dazu, dass mein Körper sich fast ständig verkrampft. Vor Unwohlsein, um weniger fühlen zu müssen. Um sich trotz fehlender Schutzhaut irgendwie zu verschließen. Diese Verkrampfung verursacht meine chronischen Schmerzen.

 

Meine Empfindsamkeit hat aber auch etwas sehr Nützliches: Ich kann tief in Energien hineinspüren. Und da ich in meinem Erleuchtungserlebnis mein wirkliches, natürliches Selbst erfahren habe, habe ich einen einzigartigen Blick auf die Dinge – ich habe den direkten Vergleich zur natürlichen Art, zu sein. Ich nehme die Welt also in einer besonderen Weise wahr und diese Wahrnehmung möchte ich nun mit dir teilen.

 

Allerdings: Was ich in der Welt wahrnehme, bekümmert mich. Oder besser: Es entsetzt mich und stößt mich ab. Und das ist genau der Grund, warum ich davon sprechen will. Wie die Welt heutzutage tickt, ist nicht normal und nicht natürlich. Aber man könnte leicht auf die Idee kommen, dass es das ist – und das macht alles nur noch schlimmer: Dann bemühen sich auch noch die wenigen normalen Menschen, sich dieser kranken Welt anzupassen. Deshalb also möchte ich meine Wahrnehmung mit dir teilen. Sie wird dir bestätigen, was du selbst bereits spürst. Nur hast auch du womöglich eher dich für verkehrt und verrückt gehalten – anstatt die Welt um dich herum. Mit meiner Sicht auf die Dinge möchte ich also dein Vertrauen in deine eigene Wahrnehmung bestärken. Glaub mir, mit dir ist überhaupt nichts verkehrt.

 

Aber woher weiß ich, wie du bist? Das ist ganz einfach: Weil du hier bist, auf meiner Webseite. Sie spricht nur Menschen wie dich an – leise Menschen, sensible Menschen, zarte Menschen. Traurige, schüchterne, besorgte, verzweifelte und einsame Menschen. Spür selbst mal nach: Wir sind hier mitten im Internet – und doch ist es wunderschön ruhig und friedlich hier. Genau das war mir so wichtig, als ich meine Seite erstellt hatte. Es musste ein warmer, sicherer Raum werden, da ich meine liebsten und schönsten Gaben nur an einem solchen Ort veröffentlichen konnte.

 

Und doch will ich heute über die Welt da draußen sprechen. Und gleich vorweg: Es wird nicht schön. Im Gegenteil: Heute geht es nur um das Hässlichste vom Hässlichen. Aber genau das will ich aussprechen, genau da muss Licht ran.

 

Ich weiß kaum, wo ich anfangen soll. Ich werde einzelne Punkte beleuchten, die doch alle zusammenhängen – es sind alles Aspekte des allgemein vorherrschenden menschlichen Bewusstseins. Der üblichen Art, im Jahr 2022 hier auf der Erde zu sein.

Rational

Das stärkste Merkmal, das das menschliche Bewusstsein momentan auszeichnet, ist eine nie gekannte Rationalität: Der Mensch von heute ist fest davon überzeugt, sein rationaler Verstand zu sein. Er denkt, analysiert, belegt, beweist, plant, vergleicht, kontrolliert – den lieben langen Tag lang. Und glaubt, damit die gesamte Realität erfasst zu haben.

 

Meine liebe Leserin, lieber Leser – erkennst du, wie krank das ist? Nachdem du in meinem Erleuchtungserlebnis einen Eindruck der wirklichen Realität bekommen hast – siehst du, wie beschränkt das heutige menschliche Bewusstsein ist?

 

Der menschliche Verstand, die menschliche Logik ist ein Witz, wenn es darum geht, die Welt zu erfassen. Es ist, als würden wir mit einer schwarz lackierten Taucherbrille durchs Leben gehen, in die wir mit einer Stecknadel ein winziges Guckloch gepiekst hätten – so beschränkt ist der menschliche Verstand. Und doch hat die Menschheit ihn praktisch zum Gott erkoren: Logik regiert die Welt. Harte Fakten, nüchterne Tatsachen. Gefühle dagegen sind für den menschlichen Verstand so unnütz und überflüssig wie ein entzündeter Blinddarm. Sollten sie ihm doch einmal in die Quere kommen, zögert der moderne Mensch nicht, sie mit Psychopharmaka im Keim zu ersticken – der Konsum von Antidepressiva geht weltweit unaufhaltsam durch die Decke. 

 

Wer wir aber wirklich sind, lässt sich nur fühlend erfahren. In Wahrheit sind wir geistige Wesen, beseelte Wesen – wir selbst sind keine kalten Zahlen und Fakten. Aber indem wir uns in eine rationale Welt einpferchen, ersticken wir das, was uns eigentlich ausmacht: unsere lebendige Seele. Wir sollten lebendige Seelen sein, die sich eine lebendige Welt erschaffen – so wäre es natürlich. Stattdessen aber erschaffen wir eine harsche, mechanische Welt und zwingen uns, uns selbst darin einzusperren – und zu seelenlosen Zombies zu verkümmern.

 

Ich hoffe, meine Botschaft ist angekommen: Wenn du das Gefühl hast, ein Alien zu sein, liegt es einfach daran, dass du noch lebendig bist. Du fühlst noch – in einer Welt, in der das Fühlen keinen Platz hat. 

Außen

Die Welt ist im Außen. Der heutige Mensch ist felsenfest davon überzeugt, alles, was er braucht, außerhalb von sich selbst zu finden. Von morgens bis abends rennt er hektisch herum, um zu finden, was er sucht.

 

Er bemerkt nicht, dass er auf diesem Weg niemals zufrieden sein wird – weil das Gesuchte dort nicht ist. Es ist nicht außen, sondern innen, in ihm selbst. Aber ausgerechnet nach innen mag der Mensch nicht schauen. Weil dort düstere Gefühle auf ihn warten – der rationale Mensch aber hält grundsätzlich nichts von Gefühlen. Und so bleibt er stur im Außen.

 

Er hält nicht inne. Und kommt genau deshalb nicht zur Besinnung. Genau deshalb bemerkt er nicht, dass das, wonach er sich die ganze Zeit so schmerzhaft sehnt, direkt bei ihm ist: in seinem Inneren. Dort könnte er jederzeit auf sein wirkliches Ich stoßen – und damit auf die zweifelsfreie Gewissheit, dass alles, was er braucht, bereits vorhanden ist.

 

Menschen wie du halten ständig inne. Und deshalb weißt du auch, dass da mehr ist – dass du viel mehr bist als dein Verstand. Du spürst es, weil es die Wahrheit ist – und weil diese Wahrheit in dir lebt. 

Mangel

Die Vorstellung, dass von etwas zu wenig da sein könnte, ist eine absurde Illusion. Erinnere dich an meinen Erleuchtungsmoment: Alles ist Energie, deine Welt quillt über davon und sie gehört ganz allein dir. Sie wartet sehnsüchtig darauf, dir dabei zu dienen, dich und deine Träume zu verwirklichen.  

 

Aber stattdessen ist die Energie der meisten Menschen inzwischen völlig frustriert, weil der Mensch sie nicht abruft, sie nicht nutzt und stattdessen im Außen danach sucht. In Wahrheit gibt es kein Außen und es verbraucht genauso viel Energie, die Illusion von Mangel zu erzeugen, wie nötig wäre, um Fülle und Überfluss zu verwirklichen. Es ist ein Spiel, das der Mensch unbewusst wählt: Ich spiele, dass es mir an allem mangelt – und weil seine Energie nicht anders kann, als zu gehorchen, erschafft sie ihm genau diese Illusion.

 

Aber warum sollte jemand so etwas spielen? Hinter so einem Drama können verschiedenste unbewusste Gründe stecken. Wenn ich von der Sorge ums Geld rund um die Uhr in Beschlag genommen bin, können zum Beispiel unbequeme Fragen erst gar nicht auftauchen – Wer bin ich? Warum bin ich hier? Wäre ein besseres Leben möglich? Hätte ich es verdient? Genau die Art von Fragen, die ein rationaler Mensch überhaupt nicht mag, weil sie sich nicht mit nüchternen Fakten beantworten lassen. Da käme es also sehr gelegen, wenn dafür sowieso keine Zeit da ist. 

 

Es ist das Mangelbewusstsein, zusammen mit der Überzeugung, dass alle Energie im Außen ist, das Konflikte und Kriege erschafft. Im Kleinen in Form von Mobbing, Missbrauch und Manipulation und auf globaler Ebene in Form von echten Kriegen – die so sehr eskalieren, dass sogar der Einsatz von Atomwaffen zur realen Bedrohung wird.  

Selbstliebe

Während das freiwillige Gefängnis des Verstandes sozusagen das Hauptsymptom dieser kranken Welt ist, sehe ich den Hauptgrund für all diese Entwicklungen in einem erschütternden Mangel an Selbstliebe. Selbstliebe ist das, woran es der Menschheit meiner Wahrnehmung nach am allermeisten mangelt. Und wenn ich meine Botschaft an die Welt mit einem einzigen Wort beschreiben müsste, dann wäre es das Wort Selbstliebe.

 

Was bedeutet das, wie komme ich darauf? Ich komme darauf, weil ich in meinem Ozean von Selbstliebe gebadet habe. Und weil ich gesehen habe, dass dieser Ozean nicht nur mir gehört, sondern dass ich dieser Ozean bin. Selbstliebe ist mein Naturzustand. Nur aus Liebe zu mir selbst habe ich, als mein seelisches Ich, ursprünglich meine Realität erschaffen. Aus reiner Freude über meine Existenz. In all dem habe ich in meinem Erleuchtungserlebnis mit Haut und Haaren gebadet.

 

Was genau bedeutet Selbstliebe? Es ist nicht das, was die meisten Menschen dafür halten. Es bedeutet nicht, deinem Spiegelbild zu sagen „Ich liebe dich“. Nein, das ist eine mentale Übung, das ist Positives Denken – und denken tut nur der Verstand.

 

Sich wirklich selbst zu lieben ist so viel einfacher und so viel heilsamer und intensiver. Wenn du bereit bist, nach innen zu schauen, liebst du dich zunächst selbst, indem du deine Gefühle nicht länger leugnest und unterdrückst. All deine Gefühle sind berechtigt. Sie sind menschlich. Indem sie alle da sein dürfen, hast du Mitgefühl mit dir selbst – Selbstliebe.

 

Und wenn du das getan hast – wenn du dir erlaubt hast, so zu empfinden, wie du nunmal empfindest – dann wirst du unter dieser Schicht verdrängter Gefühle auf deine eigentliche Selbstliebe stoßen. Ein riesiger, intensiver Schwall, der dich überschüttet und durchflutet mit der Gewissheit: Aaahhh! Das bin ich wirklich! Und nun sehe ich: Ich bin so schön und so richtig und so perfekt! Und dein Herz öffnet sich weit, weit, weit – um dich selbst darin zu umarmen.

 

Kannst du erahnen, wie ein Planet der Selbstliebe aussehen würde? Wie entspannt und erfüllt und reich so eine Menschheit wäre? Wie sie aufblühen würde? Der Verstand hätte komplett an Bedeutung verloren, weil er viel zu beschränkt für solche Unmengen an Lebendigkeit und Lebensfreude wäre. Jeder Mensch wäre immerzu mit seinem natürlichen Wesen verbunden oder mehr noch: Jeder Mensch hätte sein Innerstes nach außen gedreht – das wäre der neue Normalzustand. Es gäbe keinen Mangel mehr, weil diese Illusion das Erste wäre, das ein Mensch, der sich selbst liebt, losgelassen hätte. Niemand hätte mehr einen Grund, sich an jemand anderem zu bereichern.  

 

Die aktuelle Energiekrise ist so symptomatisch für das eigentliche Problem: Unsere ureigene Energie ist Selbstliebe. Einer Menschheit ohne Selbstliebe musste früher oder später die Energie ausgehen.

 

Und für dich bedeutet das: Da du ein Mensch bist, der innehält, musst du bereits auf deine Selbstliebe gestoßen sein. Du weißt, wie beglückend das ist, wenn so ein liebevoller Schwall Energie dich erfüllt. Und damit hast du mehr Energie als andere und bist dadurch sehr anziehend für all diejenigen, die nur im Außen nach Energie suchen. Ich möchte dir sagen: Teile deine Energie nicht mit ihnen. Du hilfst ihnen dadurch nicht – du hältst sie bloß davon ab, sich ihrer eigenen inneren Energiequelle zuzuwenden. Deine Energie gehört nur dir. Sie ist dazu da, deine Träume zu verwirklichen.

 

Auch ich teile meine Energie nicht. Ich teile lediglich mein Bewusstsein – mein Wissen, dass da Unmengen an Freude und Energie in uns sind. Sie aufspüren muss jeder selbst.

 

So, nun hast du einen Einblick in meine Sicht der Welt erhalten. Ich möchte dich damit nicht erschrecken oder entmutigen. Aber ich möchte auch nicht so tun, als wäre es anders, als wäre die Welt in Ordnung. Nein, im Moment sieht sie wirklich traurig aus.

 

In meinem nächsten Blogbeitrag möchte ich dir erklären, warum es trotzdem sehr gut sein kann, hier zu sein – für dich und für mich.

 

 

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