Energien spüren

Die Wahrheit erkennen

Energie spüren - wie flackernde Lichtpunkte

Heute möchte ich versuchen, dich vertrauter mit den Energien um dich herum zu machen. Ich wüsste nicht, wie ich mich in der Welt orientieren sollte, ohne die Energien hinter den äußerlich sichtbaren Dingen lesen zu können. Denn der äußere Schein sagt selten etwas darüber aus, wie eine Situation wirklich ist. Allein in so gut wie jedem Gespräch kannst du das spüren: Fast ständig werden Dinge gesagt, die in völligem Widerspruch stehen zu dem, was du intuitiv wahrnimmst.

 

Für mich ist es die Wahrheit, die ich in den Energien unter der Oberfläche aufspüre. Aber die Wahrheit kann doch immer nur subjektiv sein, oder? Ja, aber das reicht ja auch. Jeder darf seine eigene Wahrheit haben und ich fühle mich genau dann entspannt und im Gleichgewicht, wenn ich mit meiner eigenen Wahrheit verbunden bin.

 

Meine Wahrheit ist für mich die Version der Realität, die hundertprozentig meinem natürlichen Ich entspricht. Sie sagt mir auch, dass die Welt in Harmonie ist, wenn jeder Mensch der Wahrheit seines Herzens folgt. Wenn ich hier also von Wahrheit spreche, meine ich in deinem Fall deine Wahrheit. Wenn du weißt, wie die sich anfühlt, kannst du alles in deiner Welt daran bemessen und ausrichten.

 

Auch für mich ist es nicht leicht, zu meiner Wahrheit durchzudringen und ich brauche immer wieder sehr viel Zeit für mich allein. Dass es so schwierig ist, liegt einfach daran, dass die Welt heutzutage unglaublich laut ist. Damit meine ich auch tatsächlich hörbare Geräusche. Aber vor allem ist es ein ohrenbetäubender energetischer Lärm, der es mir schwer macht, in all dem Gewirr zu mir durchzudringen. Aber es ist möglich, immer. Wie? Darum soll es jetzt gehen.

 

Um erstmal einordnen zu können, was du da eigentlich vorhast, stell dir dieses Bild vor: Stell dir vor, du bist in einem Meer von Tischtennisbällen. Es wogt und strömt hin und her und kreuz und quer und du steckst mittendrin. Und jetzt stell dir vor, jemand hätte in dieses riesige Meer eine Handvoll weiterer Tischtennisbälle geschleudert. Und die sind nicht weiß, sondern gelb. Und zwar hellgelb – ein ganz helles Hellgelb. Ein, zwei Dutzend dieser hellgelben Tischtennisbälle strömen irgendwo verteilt in diesem riesigen Meer weißer Tischtennisbälle herum.

 

Das soll dir eine Vorstellung davon geben, wieviel du wahrnimmst – das Meer von Tischtennisbällen – und wie wenig davon tatsächlich deins ist: nämlich nur die gelben Bälle. Sie sind deine Wahrheit. Und der ganze Rest dieses Ozeans ist nicht deins. Es ist all das, was du aufgrund deiner hohen Sensibilität und Offenheit zusätzlich in deiner Welt wahrnimmst. Es hat keine Bedeutung für dich – und doch ist es da. Und darin liegt die Herausforderung: zwischen dem zu unterscheiden, was deins ist und dem, was nicht deins ist. Aber wie soll das gehen?

 

Wenn du erstmal anerkannt hast, wie die Verhältnisse sind – wie wenig tatsächlich deins ist – ist es gar nicht mehr so schwer, deins zu erkennen. Wenn du die Augen schließt und nach innen spürst, lass zunächst mal alles zum Vorschein kommen, was da ist. Das wird zweifellos ein riesiges Chaos sein, denn wie gesagt: Die Welt ist laut. Aber jetzt glaub bitte nicht länger, dass mit dir etwas nicht stimmt. Sondern lass dieses Chaos da sein, kämpf nicht dagegen an und lauf nicht davor weg. Es sind einfach diese unendlich vielen Tischtennisbälle, die du jetzt wahrnimmst.

 

Lass sie da sein. Akzeptiere für diesen Moment den Lärm und das Chaos. Bleib darin und nimm einfach nur diesen Tumult und all dieses Gewimmel in seiner Ganzheit wahr. Und wenn du dich ein bisschen daran gewöhnt hast, kannst du anfangen, dich umzuschauen. Nicht aktiv zu suchen, sondern einfach zu beobachten, was um dich herum ist. Denn irgendwo in diesem Meer aus weißen Bällen befindet sich deine Wahrheit in Form der gelben Bälle. Und wenn du einfach nur präsent und wach bist, werden sie dich bemerken und sich langsam von allein auf dich zubewegen. Du brauchst sie nicht zu suchen, sie werden sich dir zeigen. Aber du musst hellwach sein, denn sie sind hellgelb und damit leicht zu übersehen. Bleib einfach aufmerksam, damit du nicht verpasst, wenn so ein hellgelber Ball in dein Blickfeld strömt.

 

Du erkennst ihn nicht mit deinen Augen, sondern du wirst seine Energie spüren. Sie wird vollkommen anders sein als das Getöse, das du von all den weißen Bällen mitbekommst. Du wirst sofort zweifelsfrei spüren, wenn da eine Energie auftaucht, die zu dir gehört. Sofort treten alle anderen Energien in den Hintergrund und klingen gedämpfter. Denn an deiner Energie ist alles anders als an den übrigen Energien. Während die laut und harsch und hektisch sind, wird deine Energie das genaue Gegenteil sein: Sie ist warm und leise und sanft – und sie wird sofort dein Herz berühren. Es ist, als ob sie deinen Lieblingsgeruch mitbringt und gleichzeitig deine Lieblingsmelodie. Du magst sie einfach auf Anhieb. Sie ist dir vertraut und du spürst sofort, dass sie dein Freund ist.

 

Und dann? Wie geht es weiter, was machst du damit? Lass deine Energie zu dir kommen. Sie wird dir zeigen, wie es weitergeht. Sie flüstert dir zu: „Komm, ich zeige dir, was du suchst. Ich zeige dir, was wirklich los ist, hinter dem äußeren Schein – ich zeige dir die Wahrheit.“ Und dann lass dich von ihr an die Hand nehmen. Sie wird dich Schritt für Schritt genau dorthin führen. Lass alles zu, was passiert. Beobachte es einfach, greif nicht ein, lass dich treiben. Und so wirst du mitten in diesem riesigen Ozean fremder Energien Stück für Stück zu dem durchdringen, was für dich zweifelsfrei die Wahrheit ist.

 

Das wird dich unendlich erleichtern. Denn obwohl sie immer da war und du gespürt hast, dass das, was du in der Welt siehst, nicht die Wahrheit ist, hattest du doch Zweifel, ob du dich irrst. Ob stattdessen doch mit dir etwas nicht stimmt. All diese Zweifel fallen plötzlich von dir ab. Jetzt erkennst du glasklar: „Mit mir ist alles richtig. Und es ist überhaupt kein Wunder, dass ich mich so unwohl gefühlt habe, denn ich habe der scheinbaren Welt viel mehr Glauben geschenkt als meinem inneren Wissen. Jetzt sehe ich wieder klar. Ich sehe, dass alles genau so ist, wie es sein sollte und dass ich genau da bin, wo ich sein sollte.“ 

 

 

Nächster Blogbeitrag

Kommentar schreiben

Kommentare: 0