Melancholisch sein - was steckt dahinter?

Wie Melancholie dir hilft, die Dinge zu verdauen

Büsche

Fühlst du dich manchmal melancholisch? Bist du dann verwirrt über diesen Zustand? Er fühlt sich einerseits traurig an, aber trotzdem auch irgendwie schön und warm. Möchtest du wissen, was es damit auf sich hat und wie du damit umgehen kannst?

 

Hier möchte ich dir meine Sicht auf die Melancholie vorstellen und wie du sie in deinem Leben nutzen kannst, um in dein Gleichgewicht zu finden.

Melancholisch sein – ein merkwürdiger Zustand

melancholisch - weinen
Melancholisch sein: Weinen ist in Ordnung

Wenn wir uns melancholisch fühlen, dann kommt das häufig wie aus dem Nichts und ganz unerwartet. Wir fühlen uns dann sensibel und zerbrechlich und uns überkommt eine ganz spezielle Traurigkeit, für die wir vielleicht überhaupt keinen genauen Grund ausmachen können. Manchmal müssen wir sogar seufzen. Oder wir sind nachdenklich und unsere Gedanken sind dunkel und pessimistisch. Manchmal müssen wir auf einmal an bestimmte Menschen in unserem Leben denken und dann vermissen wir sie oder vielleicht empfinden wir sogar Mitleid für sie. Durch solche schweren Erinnerungen fühlen wir uns irgendwann selbst ganz schwer.

 

Es fühlt sich an, als ob wir auf einmal in eine Parallelwelt gewechselt wären. In der einfach eine völlig andere Grundstimmung vorherrscht – sie ist düster und deprimierend. Wir werden so tief dort hineingezogen, dass wir sicher sind, dass unsere traurige Hoffnungslosigkeit wirklich begründet und angemessen ist.

Was passiert wirklich, wenn wir melancholisch sind?

See und Blätter

In uns gibt es einen Selbstheilungsimpuls, der dafür sorgt, dass wir immer wieder in ein gesundes seelisches Gleichgewicht finden. Wenn wir melancholisch werden, dann passiert das deshalb, weil wir traurige Erlebnisse zu verarbeiten haben, die wir vielleicht überhaupt nicht bewusst wahrgenommen haben. Oder wir haben sie zwar registriert, aber im Alltag keine Ruhe gefunden, sie wirklich an uns heran zu lassen.

 

Wenn dir das passiert, dann sorgt etwas in dir dafür, dass du das Trauern nachholst. Ist nicht vielleicht jetzt sogar ein perfekter Moment dafür? Denn meiner Erfahrung nach überkommt uns die Melancholie, wenn wir allein sind und wirklich gerade Zeit dafür haben. Dann wundern wir uns, dass wir uns auf einmal schlecht fühlen, obwohl wir uns doch gerade entspannen wollten.

Zeit zu weinen

Gras

Am leichtesten kannst du mit dieser Situation umgehen, wenn du der Melancholie einfach ihren Lauf lässt und dich nicht dagegen wehrst. Wann hast du das letzte Mal geweint? Vielleicht ist es einfach mal wieder Zeit dafür? Wir können natürlich nicht absichtlich weinen, aber vielleicht hat sich mit der Zeit wirklich Traurigkeit in dir angesammelt? Also wenn es sich für dich erleichternd anfühlt, dann erlaub dir einfach, zu weinen. Lass es einfach zu. Ist dir schon mal aufgefallen, dass wir oft erst dann wissen, warum wir eigentlich traurig sind, wenn wir richtig anfangen zu weinen? Dann werden wir weich und erst dann spüren wir, was genau uns solchen Kummer bereitet oder worüber wir trauern.

Sonnenlicht auf Büschen

Das Weinen ist so heilsam. Es ist wie eine Pause aus unserem Leben, in der wir alle Kontrolle und alles Funktionieren sein lassen und uns unseren Gefühlen hingeben. Durch dieses intensive Fühlen holen wir das nach, was im Alltag zu kurz gekommen ist: Wir verarbeiten schwere Erfahrungen, indem wir unsere Traurigkeit und den Schmerz zulassen und durchleben, bis es uns besser geht.

 

In meinem Coaching möchte ich dich ermutigen, dir und deinen Gefühlen zu vertrauen. Dann kannst du sie einfach zulassen und den natürlichen Prozess geschehen lassen, der dich wieder ins Gleichgewicht bringt. Hier findest du mehr über meine Beratung.

 

Und außerdem möchte ich dir meinen Blog ans Herz legen. Darin erzähle ich sehr persönlich von meinen eigenen Erfahrungen mit dunklen Gefühlen und wie sie sich immer wieder auflösen lassen.